Protest gegen die Verstümmelung von Tieren

22. März 2014 @ 19:17 posted by n.schmonsees

„Wohnung zu klein? Dann heute kostenlose Amputationen“ -Aktion des Deutschen Tierschutzbundes und des TollwoodKulturfestivals vor dem Bundestag

Mit einer gemeinsamen Aktion haben der Deutsche Tierschutzbund und das Tollwood Kulturfestival heute im Rahmen ihrer Kampagne Artgerecht gegen die Verstümmelung von Tieren in der herkömmlichen industriellen Intensivtierhaltung protestiert: Vor dem Bundestag konnten sich Menschen, deren Wohnung zu klein ist, an einem „Aktionsstand“ symbolisch für diese „zurechtstutzen“ lassen – so wie es auch mit Millionen Tieren in der Landwirtschaft gemacht wird. Um sie „passend“ für die tierschutzwidrigen Haltungssysteme zu machen, werden den Tieren Zähne abgeschliffen, Schnäbel gekürzt, Schwänze oder Hörner entfernt – unter qualvollen Schmerzen.

Die Tierhaltung wird rein wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Die natürlichen Bedürfnisse der Tiere werden dabei völlig missachtet.

Die Petition zur Kampagne haben bisher fast 67.000 Menschen unterzeichnet. „Lasst die Tiere, wie sie sind! Dafür benötigen wir ein Tierschutzgesetz, welches das Manipulieren von Tieren konsequent verbietet und einen Systemwechsel in der Landwirtschaft, weg von der tierschutzwidrigen Intensivtierhaltung. Das ist unser deutlicher Appell hier und heute in Berlin vor dem Reichstag“, so Marion Dudla, Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes. Stephanie Weigel, Leiterin der Tollwood Umweltabteilung, zu der Aktion: „Wie wir Menschen brauchen Tiere ausreichend Platz für ein würdiges und ihren Bedürfnissen entsprechendes Leben. Wir Menschen wechseln einfach die Wohnung, wenn diese zu klein ist. Tiere dagegen werden verstümmelt, um sie den Haltungssystemen anzupassen. Auf diese grausamen Missstände wollen wir mit unserer heutigen Aktion aufmerksam machen.“ Hintergrund ManipulationenRinder werden meist generell enthornt, egal ob Masttiere oder Milchkühe. Dabei brennt der Landwirt dem Kalb beispielsweise mit einem Brennstab die Hornanlage aus. Für das Kalb ist das sehr schmerzhaft, denn das Horn und die darunter liegenden Hautschichten sind gut durchblutet und mit Nerven durchzogen. Legehennen, Puten und Moschusenten wird der Schnabel gekürzt, um Federpicken und Kannibalismus zu verhindern. Legehennen wird ein Teil des Schnabels beispielsweise mit einem schneidbrennenden Instrument abgeschnitten. Schweine in qualvoller Enge und ohne Beschäftigung beginnen aus Langeweile die Schwänze der anderen Tiere abzubeißen, um dies zu verhindern kupiert man routinemäßig die Schwänze.Fotos von der Aktion können Sie in der Pressestelle des Deutschen Tierschutzbundes bestellen.Tollwood veranstaltet 2x im Jahr ein Kulturfestival in München. Das Festival versteht sich seit Anbeginn 1988 als Plattform für gesellschaftliches und ökologisches Engagement und setzt sich in Kampagnen u.a. für eine artgerechte Tierhaltung ein. Insgesamt besuchen rund 1,5 Millionen Menschen jährlich die Kulturfestivals. Weitere Informationen unter www.tollwood.de

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes

19.März 2014


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